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SG Bornim e.V. 1927
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Wie werde ich Schiedsrichter?

 

Du interessierst dich für die Ausbildung zum Schiedsrichter? Doch wie alt muss ich mindestens sein, wo kann ich mich anmelden und wie umfangreich ist die Ausbildung?

 

Mindestalter

Die Schiedsrichter-Ordnung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) empfiehlt ein Mindestalter von 12 Jahren. Ab dem Alter  kann jeder, ob Junge oder Mädchen, Schiedsrichter werden. Neben der sportlichen Betätigung bietet das Hobby des Fußballschiedsrichters die Möglichkeit, andere Menschen kennen zu lernen und seinen Freundeskreis zu erweitern. Da man als Schiedsrichter Mitglied eines Fußballvereins sein (u.a. damit Versicherungsschutz besteht) bzw. werden muss, nimmt man natürlich auch aktiv am Vereinsleben teil. Zudem genießt man mit dem Schiedsrichterausweis kostenlosen Eintritt zu allen Fußballspielen von der Kreisliga bis hin zur 1. Bundesliga.

 

Weitere Voraussetzungen

Ein Schiedsrichter sollte Interesse am Fußball haben und die Einsatzbereitschaft mitbringen, jährlich mindestens 20 Spielleitungen zu übernehmen und an Weiterbildungsveranstaltungen an acht bis zwölf Tagen pro Jahr teilzunehmen.

 

Ausbildung und Prüfung

Die Laufbahn eines Schiedsrichters beginnt mit einem Anwärter-Lehrgang im Kreis. An acht Lehrtagen treffen sich die interessierten Sportler, um das Regelwerk des Fußballes vom Aufbau des Platzes bis zu den Vergehen, die zu einem direktem Freistoß oder Strafstoß führen, kennenzulernen. Am Ende des Lehrgangs stehen eine Theorie- und eine Laufprüfung an.

 

Die ersten Schritte nach der Ausbildung

Mit dem theoretischen Wissen ausgerüstet, beginnt man als geprüfter Schiedsrichter erste Erfahrungen aufgrund von Spielleitungen im Juniorenbereich zu sammeln. Dass man als Schiedsrichterneuling in den ersten Spielen öfter den einen oder anderen Fehler macht, ist nur verständlich. Welcher Fußballspieler hat in jungen Jahren nicht auch erst trainieren müssen, um einen Ball sicher mit dem Fuß anzunehmen, um ihn dann mit Effet in den Winkel des Tores zu schießen. Hierfür bringen auch die Zuschauer Verständnis auf.

 

Wir im Fußballkreis Havelland versuchen auch immer, das allererste Spiel eines neuen Schiedsrichters zu begleiten. Bei der ersten Spielleitung ist dann ein erfahrener Schiedsrichter aus dem Landes- oder Kreisbereich an der Seite des Jung-Schiedsrichters und steht diesem mit Rat und Tat zur Seite. Für die jungen Sportkameraden haben wir zudem einen Förderkader, der junge Talente besonders fördert und fordert. Mit unseren regelmäßigen Veranstaltungen (Regelabende, Training) werden die neuen Schiedsrichter auch sofort in die Gemeinschaft aufgenommen!

 

Aufstieg

Bei sehr guter Leistung auf Kreisebene wird der nächste Schritt in der „Karriere“ eines Schiedsrichters vom Schiedsrichterausschuss des Kreises bestimmt. Hier hat der Schiedsrichter die Chance, auf die Verbandsschiedsrichterliste zu kommen. Um nun von der Landesklasse in noch höhere Spielklassen der Landes-, Verbands-, Oberliga- und Regionalliga aufzusteigen, absolviert er jährlich mindestens eine Leistungsprüfung mit einem theoretischen und praktischen Teil. 

 

Da zwar die Theorie wichtig ist, der Schiedsrichter seine Entscheidungen aber auf dem Sportplatz trifft, wird er regelmäßig beobachtet. Das heißt, ein neutraler Beobachter steht bei seinen Spielleitungen am Spielfeldrand und beurteilt ihn anhand eines Beobachtungsbogens. Dieser Bogen umfasst neben dem Auftreten und Verhalten des Schiedsrichters auch sein Laufvermögen sowie die Auslegung und Anwendung der Spielregeln. 

 

Letztendlich ist für das Vorwärtskommen jeder Schiedsrichter selbst verantwortlich. Und wer hat nicht einmal das Ziel, beim Bundesligaspiel Borussia Dortmund gegen Bayern München im ausverkauften Westfalenstadion auf dem Rasen zu stehen und das Spiel anzupfeifen? 

 

Finanzen

Die Sportkleidung wird normalerweise vom Verein gestellt. Die Fahrtkosten zu den Spielleitungen werden ersetzt, daneben gibt es abhängig von der Spielklasse Aufwandsentschädigungen zwischen fünf € (Schülerspiele), 300 € (Regionalliga), 750 € (3. Liga), 2000 € (2. Bundesliga) und 3800 € (Bundesliga). Ab der Saison 2012/2013 erhalten FIFA-Schiedsrichter der Elite-Klasse nach einem neu geschaffenen Modell einen festen Betrag in Höhe von 40.000 Euro, FIFA-Schiedsrichter und die Schiedsrichter der Bundesliga mit mehr als fünf Jahren Erfahrung 30.000 Euro. Alle anderen Bundesliga-Schiedsrichter liegen bei 20.000 Euro, in der 2. Bundesliga sind 15.000 Euro vorgesehen. Für FIFA-Assistenten sind ebenfalls 15.000 Euro eingeplant, in der Bundesliga reduziert sich der Betrag auf 10.000 Euro und in der 2. Bundesliga auf 2500 Euro.

Siehe dazu auch die Entschädigungsrichtlinie unter http://www.schiedsrichter-havelland.de/uploads/5/7/9/3/57938139/entschädigungsrichtlinien.pdf

 

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Als Jungschiedsrichter kann man sich bei den Fußballspielen der Juniorenmannschaften sein Taschengeld aufbessern. Besonders beliebt sind bei den jungen Kameraden auch die Einsätze als Schiedsrichter-Assistent an der Linie. Hierbei fährt man mit weiteren Schiedsrichterkameraden mit und sammelt so frühzeitig wichtige Erfahrungen für die weitere Schiedsrichterkarriere. Für jedes Spiel, das man leitet, erhält man Spesen und Fahrtkosten. 

 

 

Quellen (http://www.dfb.de/schiedsrichter/interessentin/artikel/wie-werde-ich-schiedsrichter-345/ und http://www.schiedsrichter-havelland.de/ausbildung.html)